Unser Ziel mit Fridai: wieder mehr Zeit für Menschen!
Thomas Wäspi

Thomas Wäspi

Die Sozialadministration hält ganz schön viele Herausforderungen bereit. Mit der neuen Popularität von KI-Systemen haben wir uns das Ziel gesetzt, den Sozialmarkt tatkräftig mit KI-basierten Lösungen zu unterstützen.
Jeder von uns weiss, wie aufwendig das Schreiben von Journalnotizen, das Auswerten von Unterlagen und vor allem das Schreiben von Berichten sein kann.
Grosse Sprachmodelle (LLM's) weisen erstaunliche Fähigkeiten im lesen, verarbeiten, zusammenfassen und formulieren von Texten. Bei all unseren KI-Kursen für Sozialunternehmen ist dabei die häufigste Frage: kann ich mit ChatGPT Berichte schreiben?
Ja, und nein. Programme wie ChatGPT, Copilot oder Claude haben die Fähigkeiten dazu, ohne Zweifel. Der Teufel liegt jedoch im Detail: will ich besonders schützenswerte Personendaten verarbeiten, muss ich eine zuverlässige und sichere Lösung einsetzen. Und ich muss dafür sorgen, dass der Datenschutz gewährleistet ist.
Und genau hier kommt jetzt die Herausforderung, und leider gehen auch die Expertenmeinungen stark auseinander. Einige empfehlen eine Datenschutzfolgeabschätzung, andere behaupten, schützenswerte Personendaten in den USA oder von einem US Unternehmen zu verarbeiten, sei verboten.
Für uns war deshalb relativ schnell klar, dass wir in unseren Lösungen auf Komponenten setzen, die in der Schweiz betrieben werden.
Die meisten Menschen wissen nicht, dass es auch sehr gute Alternativen gibt zu ChatGPT, Copilot oder Claude. Sprachmodelle benötigen relativ viel Rechenleistung, aber nicht jeder hat einen 6000 CHF Laptop mit 128 GB RAM…
Viele grosse Anbieter stellen zusätzlich zu ihren Online-KI's auch Modelle zur Verfügung, die man selber installieren kann, zum Beispiel OpenAI, der Hersteller von ChatGPT. Diese Modelle kann man dann herunterladen und auf einem performanten Server installieren.
Der grosse Unterschied: Das Schweizer Datenschutzgesetz unterscheidet klar zwischen der Bearbeitung von Personendaten in der Schweiz und dem Ausland. Für das Ausland gelten andere, strengere Regeln.
Hier gibt es verschiedene Lösungsansätze. Wir haben uns entschieden, eine komplett eigene Software zu entwickeln, die im Hintergrund lokal in der Schweiz betriebene Sprachmodelle verwendet, zum Schutze der Personendaten.